Unsere Geschichte

Wir haben das große Glück, dass wir gleich vom ersten Tag an gemeinsam in das zuckerfreie Leben gestartet sind. Ohne Kompromisse, ohne Zuckerersatzstoffe. Welche Erfahrungen haben wir dabei gemacht? Hier sind unsere Geschichten.

Eva

Seit Jahrzehnten prägt das Thema Ernährung mit all seinen Ernährungsweisen meinen Alltag. Jetzt, mit Ü50 ist vieles anders, als es z.B. mit 30 oder 40 war. Insbesondere meine schleichende Gewichtszunahme behagte mir überhaupt nicht. Ich dachte ja, dass nach Eintritt in die Wechseljahre damit Schluss sei und sich das Gewicht irgendwo angenehm einpendeln würde. Doch das genaue Gegenteil war der Fall. Bei einer Größe von 1,74 m war ich mit einem Gewicht von 76-78 Kg ein ganzes Stück von meinem Wohlfühlgewicht entfernt.

Im Schnitt schlich sich also mein Gewicht jedes Jahr um etwa 1-2 kg rauf. Auf ein Jahr gesehen klingt 1kg nicht viel. Doch das ging einher mit permanenten Gewichtsschwankungen, die meiner Seele nicht gut taten und mein Bindegewebe strapazierten (Cellulite an den Oberschenkeln und Dehnungsstreifen).

Fitness + Ausdauer ließen nach

Mit zunehmendem Alter ließ auch meine Ausdauer, Kraft und Fitness merklich nach. Obwohl ich meinen Lebensstil nicht änderte. Sportlich war ich eigentlich nie so richtig, aber dennoch immer aktiv. Auch heute noch. So sieht man mich gelegentlich in den Bergen wandern, ich mache lange Wanderungen mit dem Pony, fahre regelmäßig mit dem Rad und beschäftige mich viel im Garten. Trotzdem fiel mir all das zusehends schwerer, je mehr Gewicht ich mit mir herum trug. Die Belastbarkeit und Energie war schnell dahin. Ich fühlte mich oft wie ausgebremst. So als würde mich eine unsichtbare Hand festhalten.

Ich wollte mich nicht damit abfinden, dass ich nur noch in Konfektionsgröße 46+ passte und bei jedem Treppenlaufen schnaufte wie eine Dampflok. Was mich außerdem nervte, war diese ewige Sucht nach etwas Süßem. Besonders abends vor dem Fernseher. Das machte wirklich keinen Spaß mehr.

Ich hatte mir einfach zuviele Ausnahmen zugestanden, mir immer öfter etwas “gegönnt”. Mal ein Stück Kuchen bei Mutti, ein paar Kekse unterwegs oder einen gemütlichen Cappuccino im Café, natürlich mit einem Stück Kuchen dazu. Das sollte endlich aufhören. Ich sehnte mich zu einem leichten, beschwingten Körpergefühl zurück.

Schritt für Schritt oder kalter Entzug?

Das mit dem Schritt für Schritt hatte ich bei Ernährungsthemen schon des Öfteren versucht. Beim Versuch blieb es meist. Es gab einfach zu viele Hintertürchen, die ich mir offen ließ und durch die sich alte Gewohnheiten wieder einschlichen. Auch Zucker zu reduzieren oder durch Zuckeraustauschstoffe zu ersetzen, scheiterten. Sie fütterten weiterhin brav die Lust auf Süßes. So kam ich dazu, dem Zucker endgültig die Rote Karte zu zeigen. Und zwar “zack” von jetzt auf gleich. Mit dem “kalten Entzug” hat es dann tatsächlich geklappt.

Seitdem bin ich in der Küche nicht mehr zu bremsen, wenn es darum geht, neue zuckerfreie Gerichte oder – zur Freude meiner Familie – Kuchen und Süßspeisen ganz ohne zugesetzten Zucker zu zaubern. Ich habe dazu ein Buch mit 218 zuckerfreien Rezepten herausgebracht: Zuckerfrei essen jeden Tag.

Wolfgang

wolfgang

Ein paar Jahre kenne ich Eva jetzt schon und eins war zu Beginn klar: die Ernährung bildet einen Schwerpunkt ihres Lebens. Gesunde Ernährung, versteht sich. Und lecker soll sie sein. Auf den Zug war ich auch schon seit längerer Zeit aufgesprungen, hauptsächlich mit größtenteils vegetarischer Kost, das passte schon mal bestens.

Deshalb war ich auch weder überrascht noch unangenehm berührt, als Eva mit der Idee der zuckerfreien Ernährung um die Ecke kam. Vor allem, nachdem geklärt war, das wir hier über zugesetzten Zucker reden und frisches Obst selbstverständlich erlaubt ist. Über ein Leben ohne Zucker hatte ich auch schon hin und wieder nachgedacht, vor allem nach ausgiebigen Kuchenorgien, die mich regelmäßig und zuverlässig für den restlichen Tag stilllegten. Außerdem kommt man(n) an diesem Thema in den Medien derzeit schwer herum.

Also gut, ich war gespannt. Vorerst war ich erst mal aus der Küche weitgehend verbannt, das war schon mal gut. 😉 Die Oberhoheit über Rezepte und ihre Umsetzung übernahm Eva. Ich war gespannt, ob das veränderte Essen mir schmecken würde und welche körperlichen und mentalen Veränderungen es für mich mit sich bringen würde.

Schmecken tat es, und wie. Und abwechslungsreich war es. Bzw. ist es noch, denn diese Ernährung gehört für uns ab sofort zum persönlichen Goldstandard. Inzwischen darf ich wieder in die Küche, wo ein Ordner mit gewaltigem Rezeptvorrat für die zuckerfreie Ernährung auch einem lebenslangen Kocheinsteiger wie mir das Leben leicht macht.

Was hat die zuckerfreie Ernährung nun körperlich und mental mit mir gemacht?

Abgenommen hab ich in den ersten Wochen, und zwar genau die Kilos, die ich für das unbeschwerte Bergwandern unbedingt wieder loswerden wollte. Seitdem ist mein Gewicht permanent im grünen Bereich. Weiter runter ist es nicht mehr gegangen, aber hey, ich bin Senior, da liege ich mit meinem BMI an der Untergrenze des Normalgewichts. Was will man(n) mehr.

Und mental?

Ganz einfach: Ich vermisse zugesetzten Zucker nicht mehr. Und mehr noch: Ich empfinde die gesüßten Speisen, die früher meine Augen zum Leuchten brachten, inzwischen als völlig überzuckert. Stehe ich wieder mal vor einer prall gefüllten „normalen“ Kuchentafel, bekomme ich Appetit auf ein Käsebrot. Kuchen gibt es auch in der zuckerfreien Ernährung, aber da stammt die Süße ausschließlich aus den verwendeten frischen Früchten. Das reicht mir inzwischen völlig. Und bitte ohne Sahne!

Ansonsten habe ich mental keine Veränderung festgestellt, weder zum Guten noch zum Schlechten. Aber ich bin eh sehr zufrieden mit der Welt, mit Eva und im Allgäu. Das verwundert also nicht.


Eva zum Thema Gewichtsabnahme

Eva

Am Anfang dachte ich, dass ich mit der zuckerfreien Ernährung doch bestimmt Gewicht verlieren würde. Von derzeit Kleidergröße 46 würde ich gerne wieder auf die 40-42 (M) kommen oder anders ausgedrückt: Von knapp 76 kg runter auf 65-67 Kg.

Tatsächlich schwankte dann das Gewicht auch im Bereich von 73,9 kg bis 76 kg hin und her, doch nach 6 Monaten zuckerfrei habe ich insgesamt nur 700 Gramm 😮 abgenommen. Die Erklärung dafür ist einfach: Wir haben, um das Ziel “dauerhaft zuckerfrei leben” zu erreichen, uns zugunsten eines vollmundigen Geschmacks den vollfetten, natürlichen Lebensmitteln gewidmet und abends auch gerne mal zu Nüssen, Oliven oder einer extra Portion Rohkost mit Kräckern und Dip gegriffen. Unser Fokus lag darauf, erstmal zuckerfrei zu werden und nicht, dass uns der Hunger oder Appetit auf Süßes wieder rückfällig werden lässt. Dieses Ziel haben wir erreicht.

Der nächste Schritt zum Wunschgewicht

Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich durchaus mein Gewicht reduzieren kann. Mich zuckerfrei zu ernähren ist da nur der Anfang. Wichtig ist für mich, dass ich, um mein Wunschgewicht zu erreichen, keinen Sport treiben MUSS und kein spezielles Fitnessprogramm. Denn was passiert, wenn es mir mal nicht möglich ist, Sport zu treiben? (z.B. aufgrund einer Verletzung oder anderer besonderer Umstände). Richtig: Ich würde unweigerlich wieder zunehmen.

Deshalb lege ich, wie Wolfgang es schon beschrieben hat, ein besonderes Augenmerk auf unsere Ernährung. So haben wir das 2. Halbjahr Zuckerfrei (ab 27. Woche) mit dem nächsten Schritt zu unserem Wunschgewicht begonnen: Zuckerfrei und nahrungsmengenoptimiert. Das bedeutet, dass ich nur etwa 80% der Mahlzeit esse. Um zu sehen, welche Auswirkung die künftige Ernährung auf unser Gewicht hat, haben wir auch weiterhin wöchentlich unser Gewicht in der Tabelle festgehalten.

In meinem Buch “Zuckerfrei essen jeden Tag” findest Du die Rezepte der Mahlzeiten aus den Tagebucheinträgen und noch viele mehr.

Tipps für Dich zum Anfangen

Natürlich ist der Anfang schwer. Er erfordert Disziplin und Einsatz. Und viel Lesen und sich Schlaumachen. Beginne damit, dass Du alle offensichtlichen Zuckerfallen aus Deinem Haushalt entfernst. Nimm jedes abgepackte Lebensmittel, das Du bisher verwendet hast, genau unter die Lupe. Lies die Zutatenlisten genau und lerne sie zu verstehen. Nur so entdeckst Du die Vielzahl an Zuckerstoffen, die in solchen Produkten enthalten sein können. Hier noch mal die Liste zum Nachschauen: Bezeichnung für Zucker und Zuckerersatzstoffe.

Nein sagen

Lerne NEIN zu sagen, wenn Dir jemand etwas anbieten möchte, von dem Du weißt, dass darin Zucker oder andere konzentrierte Süße enthalten ist. Auch wenn er/sie es noch so lieb meint 😉 . Verwöhne Dich – insbesondere abends vor dem Fernseher – mit leckeren frischen Gemüsen (Wurzelgemüse ist von Natur aus süß), cremigen Dips, Gewürzen, einigen wenigen Nüssen, Käse oder Räucherfisch, Oliven, Gurken etc.

Keine Kalorien zählen 🙂

Vermeide für die ersten Wochen die Einschränkung von Kalorien (auch wenn Du abnehmen willst), damit Du nicht wieder auf den Zuckerhype zurückfällst. Genieße die neue Vielfalt der Dir zur Verfügung stehenden Nahrung. Probiere doch mal wie köstlich sahniger (griechischer) Naturjoghurt schmeckt, vielleicht mit einigen frischen Beeren darin…

Hab Mut!

Wir wollen Dich mit unserem Tagebuch auch weiterhin inspirieren und motivieren, dem Zucker die Rote Karte zu zeigen. Hab Mut für diesen Schritt – Du wirst ein völlig neues Gefühl der Zufriedenheit erlangen, körperlich wie seelisch.


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