71. Tag

lachs_im_spinatbett

Heute beginnt die 11. Woche ohne Zucker und Zuckerersatzstoffe. Immer wieder fragen wir uns, wie es sein kann, dass wir so lange – mehrere Jahrzehnte – von Süßem abhängig waren. Obwohl Zucker nicht so süchtig wie z.b. Kokain macht, auch wenn immer wieder gerne der Vergleich genommen wird, so macht Zucker doch auf andere Art abhängig. Der Ablauf ist immer der gleiche: Wir essen etwas Süßes und unmittelbar danach setzt dieses Wohlgefühl ein, unsere Stimmung hebt sich, ein Gefühl von Glück und Zufriedenheit stellt sich ein. Dann, nach einer Weile (wenige Minuten bis etwa 1 Stunde nach dem Verzehr), plötzlich das Gegenteil: Die Stimmung fällt, Zweifel kommen auf, Lustlosigkeit, ein Leistungstief stellt sich ein und vielleicht geht das hin bis zu Traurigkeit und Melancholie. Wenn wir uns in einem solchen Tief befinden, sind alle Sinne darauf ausgerichtet, schnell wieder etwas Süßes zu bekommen. Ich kann mich an eine Szene von Früher erinnern (das ist jetzt bald 30 Jahre her), als ich mit dem letzten Sprit in meinem R4 am späten Abend zu einer Tanke gefahren bin, nur um mir 2 Tafeln Ritter Sport zu holen, von der ich gleich eine Tafel im Auto aufgegessen habe. Das ist doch der Wahnsinn, oder? Und dann soll mir einer sagen, Zucker macht nicht süchtig…… Wir glauben, eine Belohnung zu benötigen, die uns nur Süßigkeiten geben können. Das hört sich alles dramatisch an, aber wenn wir das genau beobachten, ist das wirklich ein Teufelskreis, der von kaum merklich bis sehr stark ausgeprägt sein kann.

Wir haben diesen Teufelskreis durchbrochen, in dem wir von jetzt auf gleich jeglichen zugegebenen Zucker oder Zuckerersatzstoff inkl. Trockenfrüchte aus unserer Ernährung gestrichen haben. Wir haben in den ersten Wochen auch auf jegliches Gebäck verzichtet, damit wir nicht wieder in eine Ersatzbefriedigung hineinrutschen und zuviel Backwerk essen (auch wenn es nur mit Obst gesüßt ist). Gleichzeitig bauen wir mehr Gemüse in unsere Ernährung ein, vor allem viel heimisches Wurzelgemüse, da dies eine natürliche Süße mitbringt. Wir essen auch Obst, allerdings anders als früher, nur noch in geringen Mengen und meist heimisches Obst, dass derzeit im Winter nur aus Äpfeln und Birnen besteht oder tiefgekühlte Beeren. Hin und wieder gibt es auch ein paar kleine Stücke Ananas im Frühstück oder Mango und Orange im Essen, das ist süß genug.

Frühstück: Eva/Wolfgang: Overnight Oats mit Birne
Mittagessen: Lachs unter der Spinatdecke
Zwischendurch: –
Abendessen: Gemüseomelett

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